Willen Waffen Wahn

Ein Liederabend in Zeiten des Krieges mit Carl von Clausewitz

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  • Freitag, 21. August 2026 | 19:30 Uhr
  • Samstag, 22. August 2026 | 19:30 Uhr

Schwartzsche Villa
Grunewaldstraße 55
12165 Berlin-Steglitz

Zwischen Vernunft und Gewalt

Analyse und Erfahrung

Denken und Fühlen

Der szenisch-musikalische Abend konfrontiert das Denken des preußischen Militärwissenschaftlers Carl von Clausewitz mit der emotionalen Wucht moderner Musik und lässt die Bruchlinien heutiger Konflikte scharf hervortreten. Auszüge aus „Vom Kriege“ treffen auf Lieder und Klavierwerke eines verwundeten Jahrhunderts. Clausewitz‘ Überlegungen zu „Verteidigung“, „Abschreckung“ und „totalem Krieg“ klingen erschreckend gegenwärtig. Im Wechselspiel von theoretischer Analyse und menschlichen Erfahrungen, wie sie u.a. in Liedern und Klavierwerken von Eisler, Wolpe, Dessau erklingen, entsteht ein verstörend aktueller Dialog, in dem Denken und Fühlen einander befragen: die Sprache der Strategie trifft auf den Klang des Erlebens, Analyse auf Aufschrei, Vernunft auf Verlust. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Debatten über Krieg, Aufrüstung und Wehrpflicht fragt der Abend: Wie lässt sich über Krieg nachdenken, ohne ihn zu legitimieren? Wie rational kann Gewalt sein? Und wann dient Krieg einer Ideologie?

Gefördert aus Mitteln der dezentralen Kulturarbeit des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Fachbereich Kultur.

Über Uns

Matthew Rubenstein ist ein international tätiger Pianist mit Schwerpunkt auf klassischer und zeitgenössischer Musik. Als Solist und Kammermusiker konzertierte er in den USA, Deutschland und Brasilien, wo er auch Werke brasilianischer Komponisten für das Fernsehen einspielte. Er wurde mehrfach bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und ist bekannt für seine Interpretationen moderner Klavierliteratur. Seine vielbeachteten CD-Veröffentlichungen – u.a. mit Werken von Aribert Reimann, Heinz Tiessen und Marcel Mihalovici – erhielten große Anerkennung in der Fachpresse. Internationale Engagements führten ihn auch nach Afrika, wo er im Auftrag des Goethe-Instituts Konzerte und Meisterkurse gab. Seit einigen Jahren leitet er eine Reihe von Salonkonzerten in der Mendelssohn-Remise Berlin, bei denen er Klavier- und Kammermusik im historischen und sozialen Kontext vermittelt.

Anna von Schrottenberg ist Schauspielerin und Sängerin. Nach Engagements am Volkstheater Rostock und am Theater der Jungen Welt Leipzig arbeitet sie freischaffend in Berlin und entwickelt eigene musikalische Programme. Sie spielte u.a. an der Zionskirche Berlin, am Deutschen Theater Berlin (Junges DT) und an internationalen Spielstätten wie dem Cabaret Voltaire Zürich oder dem Teatr Capitol in Breslau. Ihre Arbeit zeichnet sich durch ihre intensive Auseinandersetzung mit literarisch und politisch geprägten Stoffen aus. Seit 2015 leitet sie zudem Theaterworkshops für junge Menschen an unterschiedlichen Institutionen, wie z.B. Ausbildungsbetrieben, Schulen oder Strafanstalten.

Johanna Hasse ist freischaffende Regisseurin für Sprechtheater und Performance mit Inszenierungen für freie und städtische Bühnen u.a. in Berlin, Gera, Koblenz. Schwerpunkte ihrer künstlerischen Arbeit liegen in den Bereichen klassische und zeitgenössische Autorentexte, szenische Konzerte, Stückentwicklungen und Rechercheprojekte. Neben ihrer Regiearbeit fürs Theater arbeitet sie als Aufnahmeregisseurin für Hörbuchproduktionen, dreht Videocollagen für die Bühne, Videoinstallationen sowie Dokumentarfilme u.a. für WDR, ZDF/3sat und arbeitet für TV-Aufzeichnungen von Theaterinszenierungen.